Glutamin ist eine Aminosäure, die besonders in rohem Fleisch, also auch in unseren Muskeln, reichlich vorhanden ist. Sportler haben einen stark erhöhten Bedarf an Glutamin denn unter Belastung und bei Erschöpfung wird so viel Glutamin benötigt, dass es nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden kann (opportunistic high-turnover substance). Bei intensivem Muskeltraining kann der Körper bis zu 40 g Glutamin verlieren. Da dies mehr ist als der Organismus selbst synthetisieren kann, muss es schnellstmöglich wieder zugeführt werden, da die Muskelzellen sonst in einen katabolen Zustand fallen. Es ist die am meisten in der Skellettmuskulatur vorkommende Aminosäure und kommt zudem in fast allen Proteinen vor.

Ein Mangel an Glutamin führt zu Muskelabbau, schneller Ermüdung und zu einer Verschlechterung des Immunsystems. Es ist wichtig für den Muskelaufbau, da es für den Transport von Stickstoff verantwortlich ist (wesentlicher Bestandteil von Proteinen) und somit im direkten Zusammenhang mit der Proteinsynthese steht.

Glutamin begünstigt die Testosteron- und Wachstumhormonausschüttung und verhindert, durch die hemmende Wirkung dieser Hormone auf den Kortisolspiegel, einen Abbau von Muskelmasse.

Glutamin ist also wichtig für den Muskelaufbau, verbessert zudem die Ausdauer und sorgt sogar für eine bessere Konzentrationsfähigkeit und Lernleistung. Ein angenehmer Nebeneffekt von Glutamin ist ausserdem, dass es das Verlangen nach Süßigkeiten und Alkohol verringert.


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