Essentielle Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen.
Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden, am besten durch biologisch hochwertige Proteinquellen
(Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Ei) oder Proteinkombinationen mit guter Ergänzungswirkung
(z.B. Getreide mit Milch oder Kartoffeln mit Ei).
Nahrungsproteine werden im Magen-Darm-Trakt verdaut. Dort, wird das Protein
in seine kleinsten Teilchen, die Aminosäuren und Peptide zerlegt. Diese werden vom Darm
aufgenommen und in die Peptide aufgespalten. Danach gelangen die Aminosäuren in den Pfortaderkreislauf
zur Leber. Dann werden sie zu den Zellen transportiert und dienen dem Substanzaufbau.
Um aus Aminosäuren Protein aufzubauen, müssen alle Aminosäuren in ausreichender Menge verfügbar sein.
Fehlt eine Aminosäure und damit ein Baustein im Gerüst der Proteine kann der Proteinaufbau nicht weiter
erfolgen.
Manchmal ist es aber wünschenswert, dass einem die Aminosäuren, direkt zur Verfügung stehen und sie nicht
erst aus Proteinen "vorverdaut" werden müssen, hier helfen hydrolysiert Aminosäurepräperate.
Hydrolysiert bedeutet hierbei, daß es enzymatisch vorverdaut ist und Ihr Körper die enthaltenen Aminosäuren
sehr schnell resorbiert und als Baumaterial für reine, fettfreie Muskulatur nutzen kann.
Wie z.B. direkt nach dem Training, wo Aminosäuren sehr sinnvoll sind, da die Muskeln umgehen von Ihnen
versorgt werden können. Auch morgens direkt nach dem Aufstehen, ist eine schnelle Versorgung der Muskeln
wünschenswert. Im Ausdauersport könnte die Supplementierung von Aminosäuren die Ermüdung hemmen.
Die essentiellen Aminosäuren die der Körper wie erwähnt nicht selbst bilden kann, sind Valin, Leucin, Isoleucin, Threonin, Methionin,
Phenylalanin, Tryptophan, Lysin.
BCAAs (engl.: Branched Chain Amino Acids)
werden auch als verzweigtkettige Aminosäuren bezeichnet
und gehören zu den essentiellen Aminosäuren. Sie sind u.a. für die Regeneration und die Erhaltung
des Muskelgewebes von Bedeutung. Bei starker körperlicher Belastung reichen manchmal die Energiereserven
des Körpers nicht ganz aus. Dann können die BCAAs des Muskelgewebes als zusätzliche Energiequelle
herangezogen werden. Führt man dem Körper BCAAs rechtzeitig zu, kann dieser Verlust gemindert werden.
BCAAs sind dann antikatabol und anabol.